Gertruds Weg führte sie über Leid zum Erwachen, das sie als solches nicht erkannte, nur als Tod all dessen, was sie zu sein glaubte. Plötzlich gab es so viel Sehen und Erkennen, das sie mit den Menschen aus diesem tiefen Mitgefühl des Erkannten, teilen wollte.  Das Kostbare an der Begegnung mit Gertrud ist das intensive Zusammen-sein in Stille. Es ist keine gewöhnliche Stille des äußeren Erlebens, sondern das Wirken der Präsenz selbst. In solcher Gegenwärtigkeit werden die Kraft und Lebendigkeit der Stille als Quelle eines befreiten Bewusstseins erfahren. Zusammen mit Gertrud in Stille zu sein und der eigenen Präsenz zu lauschen, dem wahren Sein zu begegnen, ist Geschenk und Herausforderung zugleich.

 

DaSein

In meinem Dasein
in dieser Ausdrucksform
bin ich, ist es,

da,
bereit,
zu zeigen auf das,
was ist.

Wahrheit und Wirklichkeit,
ungetrennt,
sind immer eins.

Durchdrungen
von allem was ist,
was je existiert hat und je existieren wird.
Das Nicht Dasein.

Das was stets unberührt
in sich selbst ruht:

Sein, unberührt, unschuldig
unbeeinflusst von jeglicher Form
durchdringt Es alles.

Stille, Leere, Wahrnehmung.